Eleonora, es gibt Fisch!

Eleonora, du lockige Gestalt. Eine Erscheinung bist du. Am Fischmarkt. Ein Bummel durch die Stände. Oktopus, Schwertfisch, Seeigel. Weißt du, was du willst? Gracias. Ein Plastiksack, halb gefüllt mit Calamari. Ich koche heute für dich. Der Fischgeruch macht dir nichts aus. Das Meer ist dein Element. Deine matte Haut – sandig. Salzkristalle deine Augen. Hopsend wie ein Kind bewegst du dich. Du denkst an etwas. Lass mich raten. Du denkst an die Nacht. Eine Nacht, die nie dunkel wird. Finsternis herrscht alleine unter deiner schweren Decke. Und unterm Dickicht deiner Krausehaare. Jemand hat daran gezogen. Er wollte dir den Kopf ausreißen, der Barbar. Dein Meer an Ideen. Kein Haar hat er erwischt. Keine deiner tausend Locken. Schwarz ist dein Haupt, das sich nicht spalten lässt. Eleonora, heute gibt es Fisch. Heute gibt es uns. Wir stellen Kerzen auf. Wir schließen die Tür. Barbaren müssen draußen bleiben. Komm, ich streichle dein Haar.